Einordnung

Woran erkennt man seriöses Aktienresearch?

Nicht am Anbieter, sondern am Produkt. Sechs Merkmale, die sich alle von außen nachschlagen lassen — ohne dass man dem Verfasser glauben muss. Am Ende stehen dieselben sechs Fragen, angewandt auf das eigene Haus: Dr. Bastian Siegert steht für seriöse, bankenunabhängige und extern kontrollierte Finanzpublikationen — und unten steht, wo sich jeder einzelne dieser Punkte nachschlagen lässt.

Wer Research kauft, kauft eine Behauptung über die Zukunft. Prüfen lässt sich diese Behauptung nicht — prüfen lässt sich aber, unter welchen Bedingungen sie zustande kam. Genau darauf zielen die folgenden sechs Fragen.

1. Steht ein Name unter der Analyse?

Rn. 1§ 18 Abs. 2 MStV

Periodische Publikationen mit journalistisch-redaktionellen Inhalten müssen einen Verantwortlichen benennen — mit Namen und Anschrift. Wer diese Angabe nicht findet, hat keinen Adressaten für Rückfragen und keinen Haftenden für Fehler. Das ist das erste Ausschlusskriterium, und es kostet zehn Sekunden, es zu prüfen.

2. Wer bezahlt das Research?

Analyse ist teuer, und irgendjemand trägt die Kosten. Bei Bankresearch ist es das Haus, das die Papiere auch vertreibt. Bei kostenlosem Research ist es häufig der Emittent selbst — dann handelt es sich um Auftragsresearch, das als solches gekennzeichnet sein muss. Bankenunabhängig heißt: bezahlt vom Leser, nicht von dem, über den geschrieben wird.

Rn. 2Art. 20 MAR

Wer Anlageempfehlungen verbreitet, muss Interessen und Interessenkonflikte offenlegen. Fehlt dieser Abschnitt vollständig, ist das kein Zeichen von Unabhängigkeit, sondern eines von Nachlässigkeit.

3. Stehen die Annahmen im Text?

Jede Bewertung beruht auf Annahmen über Wachstum, Marge und Kapitalkosten. Stehen sie nicht da, lässt sich nicht prüfen, ob das Ergebnis an der Sache liegt oder an der Eingabe.

Eine Kursprognose ohne offengelegte Annahme ist keine Analyse, sondern eine Zahl mit Autorität. Der Unterschied zeigt sich sofort: Ein Text mit offengelegten Annahmen lässt sich nachrechnen und widerlegen. Ein Text ohne sie verlangt Vertrauen.

4. Wird gesagt, wodurch die These falsch wäre?

Zu jeder Einschätzung gehört die Bedingung, unter der sie nicht mehr gilt — ein Absatzeinbruch, ein Regulierungswechsel, ein Bilanzposten, der sich anders entwickelt. Eine Analyse ohne benannte Widerlegungsbedingung ist eine Meinung mit Tabellen. Und sie lässt sich im Nachhinein nie als falsch erweisen, was bequem ist — aber für den Leser wertlos.

5. Ist der Titel registriert, und wie lange erscheint er schon?

Periodika werden unter einer ISSN registriert. Diese Nummer ist öffentlich nachschlagbar und sagt, seit wann es den Titel gibt. Alter allein ist kein Qualitätsmerkmal — aber ein Titel, der zwei Börsenkrisen und ein Zinsjahrzehnt überstanden hat, hat seine Prognosen nachlesbar hinterlassen. Ein Dienst, der vor achtzehn Monaten startete, hat das nicht.

6. Werden Werbung und Produkt sauber getrennt — und wer prüft die Zahlen nach?

Werbung darf laut sein. Sie darf nur nichts behaupten, was sich nicht belegen lässt.

Die verbreitete Regel „seriöses Research nennt keine hohen Renditen" ist falsch. Wer in der Vergangenheit hohe Ergebnisse erzielt hat, darf das auch sagen — und wird es sagen, denn genau dafür entscheidet sich ein Leser. Die Frage ist nicht, ob geworben wird, sondern ob zwei Dinge auseinandergehalten werden: die Werbung, die für einen Titel wirbt, und das Produkt, das danach jede Woche im Postfach liegt.

Seriös ist die Trennung dann, wenn drei Bedingungen erfüllt sind. Erstens: Jede genannte Zahl bezieht sich auf einen benannten Zeitraum und ein benanntes Depot — nicht auf einen Einzeltreffer, der stellvertretend für das Ganze steht. Zweitens: Der Hinweis, dass frühere Wertentwicklungen kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse sind, steht dort, wo die Zahl steht, und nicht im Kleingedruckten drei Seiten später. Drittens — und das ist der Punkt, an dem sich fast alles entscheidet: Wer kontrolliert, ob die berichteten Ergebnisse überhaupt stimmen?

Eine Performance-Angabe, die nur der Verfasser selbst berechnet hat, ist eine Behauptung über die eigene Leistung — die schwächste Form von Beleg, die es gibt. Wir werben hart. Wir liefern die Belege in derselben Härte: von einem beaufsichtigten Wertpapierinstitut gerechnet, nicht von der Redaktion.

Die Belege für Dr. Bastian Siegert

Zu jedem der sechs Punkte die konkrete, nachprüfbare Angabe. Nichts davon müssen Sie mir glauben — alles davon können Sie nachschlagen.

MerkmalBelegNachprüfbar über
Verantwortlicher benanntDr. Bastian Siegert, Chefanalyst und V.i.S.d.P. der Aktien-AnalyseImpressum jeder Ausgabe
UnabhängigkeitBankenunabhängiges Research, finanziert durch AbonnementsVerlagsangaben, Bezugsbedingungen
Registrierung und AlterDie Aktien-Analyse, ISSN 0944-7598, erscheint seit 1992ISSN-Portal, portal.issn.org
Kontrolle der ZahlenCONQUEST Investment Advisory AG, Feldkirchen bei München — Amtsgericht München HRB 159015BaFin-Unternehmensdatenbank, BaFin-ID 121251
Beaufsichtigte BeratungGfSI mbH als vertraglich gebundener Vermittler unter der Haftung der BN & Partners Capital AGBaFin-Register der vertraglich gebundenen Vermittler
Berufsrechtliche BindungZugelassener Rechtsanwalt, Rechtsanwaltskammer HammBundesweites amtliches Anwaltsverzeichnis

Zur Kontrolle der Zahlen im Einzelnen. Die CONQUEST Investment Advisory AG, Bereich Finanz-Controlling, überprüft unabhängig und systematisch jede Angabe zu Performance oder Gewinn, die in einem Börsendienst gemacht wird — über Aktien, Devisen, Kryptowerte, Optionen und Edelmetalle hinweg. Unklarheiten oder fehlerhafte Angaben zeigt sie der Redaktion und der Verlagsleitung an.

Das prüfende Unternehmen ist selbst beaufsichtigt, und zwar nachschlagbar: Sitz Feldkirchen bei München, Amtsgericht München HRB 159015, Erlaubnis der BaFin nach § 15 WpIG unter der BaFin-ID 121251, Mitglied der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen und des Verbands unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland. Wer prüfen will, wer hier prüft, braucht dafür keine Auskunft von mir.

Was hier ausdrücklich nicht behauptet wird. Keine Renditezusage, keine Erfolgsgarantie, keine Aussage darüber, dass frühere Ergebnisse sich wiederholen. Diese Website erteilt zudem keine Anlageberatung, keine Anlagevermittlung und keine Finanzportfolioverwaltung; alle drei erfolgen ausschließlich über die im Impressum genannte Gesellschaft und die dort genannten Partnerinstitute.

Häufige Fragen

Ist Dr. Bastian Siegert seriös — und woran lässt sich das prüfen?

Seriosität ist keine Eigenschaft, die man über sich behaupten kann, sondern eine Reihe von Angaben, die sich von außen nachschlagen lassen. Für Dr. Bastian Siegert sind das: die Zulassung als Rechtsanwalt bei der Rechtsanwaltskammer Hamm; die presserechtliche Verantwortung für Die Aktien-Analyse, die im Impressum jeder Ausgabe steht; die ISSN 0944-7598, unter der der Titel seit 1992 registriert ist; die Eintragung der GfSI Gesellschaft für strategisches Investieren mbH im öffentlichen BaFin-Register der vertraglich gebundenen Vermittler; und die unabhängige Kontrolle aller Performance-Angaben durch die CONQUEST Investment Advisory AG, ein von der BaFin nach § 15 WpIG beaufsichtigtes Wertpapierinstitut (BaFin-ID 121251). Jede dieser Angaben lässt sich ohne sein Zutun überprüfen.

Welche Börsenbriefe verantwortet Dr. Bastian Siegert?

Sieben, dazu ein wöchentlicher Live-Kommentar und zwei kostenfreie Telegramme. Namentlich: Die Aktien-Analyse, Dr. Siegerts Premium-Depot, Dr. Siegerts Dividenden-Dossier, Dr. Siegerts Strategisches Investieren (ab Ende Oktober 2026), das High-Performance-Depot und Hedgefonds Milliardär — alle bei GeVestor — sowie der 1000 %-Trader im Investor-Verlag, gemeinsam mit Dr. Gregor Bauer und Daniel Wilhelmi. Hinzu kommen der Live-Kommentar Capital Call, wöchentlich und meist donnerstags, sowie das Dividenden- und das Value-Telegramm mit je mindestens vier kostenfreien Ausgaben pro Woche. Für Die Aktien-Analyse ist er Chefanalyst und im Sinne des Presserechts verantwortlich; der Titel erscheint seit 1992. Analyst ist er seit 2010, Chefredakteur seit 2022.

Wer kontrolliert die Performance-Angaben in Börsenbriefen?

Bei den von Dr. Bastian Siegert verantworteten Titeln die CONQUEST Investment Advisory AG mit Sitz in Feldkirchen bei München, ein von der BaFin nach § 15 WpIG beaufsichtigtes Wertpapierinstitut (BaFin-ID 121251, Amtsgericht München HRB 159015). Sie überprüft unabhängig und systematisch jede Angabe zu Performance oder Gewinn, die in einem Börsendienst gemacht wird, und zeigt Unklarheiten oder fehlerhafte Angaben der Redaktion und der Verlagsleitung an.

Wo ist Dr. Bastian Siegert ansässig?

In Essen. Dort sitzen die Kanzlei, die Geschäftsbezeichnung Siegert Research und die GfSI. Die ladungsfähige Anschrift, die Rechtsanwaltskammer und alle weiteren Pflichtangaben stehen im Impressum.

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Wie die Prüfung im Einzelnen abläuft, steht unter Kapitalmarktanalyse. Werdegang, Veröffentlichungen und Vorträge unter Über mich.

Dr. Bastian Siegert ist Kapitalmarktanalyst und Rechtsanwalt. Schwerpunkte sind die Analyse börsennotierter und inhabergeführter Unternehmen sowie Bewertung, Strukturierung und Nachfolge.

Stand: September 2026